Zwei Blicke auf des Jahres letzte Abendröte

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I

Letzte Glut des alten Jahres
Lodert wie ein wundersames
Schauspiel himmlischer Genüsse
Thront über irdischer Flüsse
Ziel, in ihrer feuergleichen
Majestät mein Herz erreichend

Ist sie verglüht, ist’s bald schon aus
Ein neues wartet, doch woraus
Wird es bestehen, womit sich
Füllen, worin wird es hitzig
Wohl mit tüchtigem Bemühen
In seinen Tagen verglühen?


II

Feuerlands Zähne in ihren Silhouetten
leuchten mir allzu bedrohlich entgegen
ragen wütend auf, wie der Unterkiefer
eines Krokodils, das den Himmel frisst

Fünf Meter hoch über dem Meeresspiegel
mit meinen Beinen und der Seele baumelnd
auf einem Fels, den Feuervogel im Ohr
sitz ich und schau unvergleichlich größeres

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